Donnerstag, 24. März 2016

Frühling

ich will endlich Frühling haben! Die Temperaturen sind ja noch nicht so wirklich frühlingshaft (zumindest bei uns im Osten Österreichs) und in 9 Monaten ist schon wieder Weihnachten :-)

Pünktlich zu Ostern haben zumindest mal die ersten Paradeiser gekeimt. Gut so, denn Ende April gibt

 
es wieder den Pflanzenmarkt, bis dahin sollten die Kleinen noch kräftig wachsen. Was dieses Jahr übrig bleibt, wird diversen Gemeinschaftsgärten gespendet.
 
Was ist denn das ?
 
  Soviel sei verraten, es handelt sich nicht um die Brustbeharrung eines Yetis. Nein, ich hab wieder mal was neues angefangen. Circa eine Stunde später sah das Ding dann so aus:
 
 
und nochmals circa 3 Stunden später, weil ich das ganze noch nicht wirklich durchschaut habe, so:
 
 
Eine Sitzunterlage! Naja zumindest für einen Kinderpopo reicht es, für mich ist es noch etwas zu klein. Die Färbetöpfe haben jetzt ein wenig Ruhepause, da filzen momentan viel, viel spannender ist. Da allerdings der Waid schon Blütenknospen ansetzt, sollte ich da dann noch wohl mal wieder blaumachen :-)
 
 

 

 
 
 
 

Mittwoch, 2. März 2016

Zaghaft..

So richtiges Färbewetter ist ja noch nicht - aber ich musste mal anfangen:

Alles mit Krappwurzel gefärbt, der zweite Strang von links ist ein 50% Seide- 50% Wollegemisch, ein Traum - so weich, so richtig zum Reinkuscheln. Der rechte Strang ist in Natura schon oranger, das Foto ist leider nicht optimal, ich muss mich mal um eine neue Kamera kümmern, das wird aber etwas dauern :-( 


Da Frau ja nicht untätig ist, habe ich vergangenes Wochenende einen Workshop zum Thema: "Ein Glück, dass es Pech gibt" besucht, wo es um die Gewinnung von Baumharzen, den Unterschied zwischen Harz und Gummi, sowie um die Verarbeitung von Pech ging. Den Termin hatte ich von:
https://gartenpolylog.org/events. Dort werden einige sehr interessante Sachen angeboten, nicht nur zum Thema Gemeinschaftsgarten. Es gibt auch jeden ersten Mittwoch im Monat ein gemütliches Treffen, wo Ideen, Samen und Pflanzen getauscht werden können.

Ich bin jetzt ja auch Besitzerin eines Spinnrades :-) Bis dort die ersten Erfolge zu verzeichnen sind, wird es aber etwas dauern. Wenn meine Freundin Julia spinnt, dann sieht das immer so einfach aus, aber ich sage euch: ganz so einfach ist die Sache nicht. Bis jetzt habe ich zwar geschafft, dass sich der Kammzug in meinem Schal verfangen hat - und ich mich fast erwürgt hätte, aber Faden ist leider noch keiner entstanden. Aber: wie bei fast allen Dingen: Übung macht (vielleicht) den Meister!
Ich bin jedenfalls schon neugierig, wann ich den ersten, regelmässigen Faden schaffe.

Samstag, 13. Februar 2016

Färbesaison ist eröffnet

Auf zu neuen Ufern: meine erste Kammzugfärbung!

Gefärbt wurde mit Cochenille, roter Zwiebelschale und Ligusterbeeren.
Der Kammzug stammt von einem Corridaleschaf, und eine liebe Freundin
wird ihn dann verspinnen. Ich werde zwar bald stolze Besitzerin eines
eigenen Spinnrads sein, aber die ersten Versuche werden noch ein bisschen
dauern. Ich bin ja schon sehr neugierig, wie der Kammzug dann versponnen
aussieht.
 
Als Vergleich habe ich einen Strang Merinowolle mitgefärbt, die Farben sind dort doch deutlich intensiver (wie immer mit auf dem Foto: der Fuss :-))







Mittwoch, 3. Februar 2016

Hab Sonne im Herzen...

ob es stürmt oder schneit :-) Rechtzeitig für einen so grauen Tag wie heute:


voila, die neue Tasche ist fertig. Diese Tasche wurde mit 50° in der Waschmaschine gefilzt und ist daher etwas kleiner als ihre Vorgängerin, aber für mich hat sie genau die richtige Größe.

Vergangenes Wochenende fand auch das 2. Wollspektakel statt, es war wieder einfach eine traumhafte Zeit. Viele nette Menschen, viel Spass und viel Prosecco. Tja, Fotos gibt es leider keine, weil in der Aufregung wieder mal vergessen habe, welche zu machen. Da muss ich dran arbeiten!

Ich freue mich schon, wenn die Färbesaison endlich wieder losgeht!! Vielleicht klappt es ja schon nächste Woche, mal so im ganz kleinen??

Ich werde berichten. Dieses Jahr soll ein Krapp und Indigoschwerpunkt werden, schauen wir mal, was dann wirklich passiert.

Sonntag, 17. Januar 2016

Öfter mal was Neues..

Ich fürchte mich hat jetzt auch das Strickfilzvirus befallen.....
Man nehme:




Mache sich eine Tasse Kräuter-
tee oder ein Heissgetränk
nach Wahl, lese ein bisschen
in einem guten Buch,
oder raste die Augen
etwas aus :-) Während das
Ding in der Waschmaschine
ein paar Runden dreht. Und dann, voila

Fertig ist die Tasche!

 

Ich glaube aber, dass der Frühling nicht mehr weit ist (glaube ich halt), denn der Strickeifer lässt nach und die "Samenbank" wird schon wieder eifrig durchforstet und ich überlege mir schon, was ich dieses Jahr alles ansäen möchte. Naja, ein bisschen wird es schon noch dauern, aber träumen darf man ja!

Mittwoch, 6. Januar 2016

Angriff der Killervampire?

Was ist denn das? Tomatenpüree, ein Aktionsbild, Angriff der Killervampire? Nein, es ist Hagebuttenmus. Dieses Jahr war der Rosenstrauch voll mit Hagebutten und nachdem alle davon schwärmen, habe ich mir gedacht, ich probier mal Hagebuttenmarmelade zu machen. Und ich muss sagen: der Geschmack ist einfach himmlisch, eine leichte Bitternote, aber voller Geschmack. Wie wird's gemacht?
700 g Hagebutten entstielen und die Fruchtnabe wegschneiden, dauert schon ein wenig :-) Dann die Hagebutte in 250 ml Flüssigkeit (in diesem Fall frisch gespresstem Orangensaft, gut schmeckt es aber auch Trauben- oder Apfelsaft) weichkochen, dauert ca. 40 Minuten, immer wieder umrühren und nachsehen, ob da nichts anbrennt, gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit dazugeben. Dann die Hagebutten mit der Flotten Lotte 2x passieren (zuerst die Scheibe mit den etwas grösseren Löchern, und dann nochmals mit der feinen Scheibe passieren). Wer es ganz fein haben will, kann dann das Mus noch durch ein Sieb streichen. Das bleibt dann das über:

Die Kerne könnte man jetzt waschen und im Backrohr trocknen (bei sanfter Hitze) und dann fein zerreiben und mit Zucker vermengen, schmeckt dann fein nach Vanille, oder man kann mit den getrockneten Kernen auch räuchern!

So, dann zum Mus zumindest 0,5 Kilo Gelierzucker 2:1 dazugeben, gut umrühren, aufkochen lassen, Gelierprobe machen! und dann heiss in Twist-off Gläser füllen.

Schmeckt super!!! Die Mühe lohnt sich und die Patzerei ist nicht ganz so schlimm wie befürchtet.

Samstag, 26. Dezember 2015

Winterzeit ist Zitrusfruchtzeit


Der Winter lässt ja noch auf sich warten und man kann ja in aller Gemütlichkeit den Nachmittagskaffee auf dem Balkon trinken. :-) und dazu vielleicht ein frisches Semmerl mit Orangenmarmelade, hmmmmm.

Ich war mal wieder auf Beutezeug bei Herrn Crupi: http://www.crupi.at/. Meiner Meinung nach eines der besten Geschäfte in Wien. Die Auswahl ist nicht allzu groß, aber was angeboten wird, hat eine Top-Qualität. Die Zitrusfrüchte stammen aus unbehandeltem Anbau aus Sizilien und man merkt es auch. Also man nehme: ca 2 kg Orangen, ergibt 0,75 l Saft, 1 Packung Gelierzucker 2:1 und etwas Zeit. Die Orangen gut abbürsten und mit heißem Wasser gründlich waschen. Die Schale am Besten mit einem Sparschäler abschälen und in feine Streifen schneiden. Die Orangen dann auspressen und den Saft aufheben. Die Orangenschalenstreifen in etwas Wasser ungefähr 30 Minuten weichdünsten, falls noch Wasser übrig ist, dieses wegleeren, da es Bitterstoffe enthalten kann. Dann die Orangenschalenstreifen zum Orangensaft geben, Gelierzucker dazu, aufkochen lassen und in saubere Gläser abfüllen. Wer mag kann noch eine halbe Verschlusskappe Cointreau dazugeben, das hebt den Geschmack und die Laune :-)

Es ist dann so, als ob man die Sonne im Glas eingefangen hätte. Vertreibt an trüben Wintertagen garantiert die schlechte Laune. Wenn noch Schalen übrig sind, kann man diese Trocknen und für Likör, Orangensalz oder Orangenzucker (passt zum Beispiel gut zu Palatschinken) verwenden.