Freitag, 3. Juni 2016

Neues Leben

Die ersten Paradeiser beginnen zu blühen, wie schon in den letzten Jahren ist die "Heartbreaker" die allererste, aber bei den anderen kann es auch nicht mehr lange dauern....

 
Die Heartbreaker ist eine kleinwüchsige Sorte, die sehr gut für den Anbau in Töpfen geeignet ist. Sie ist sehr widerstandsfähig und braucht auch nicht ausgegeizt und hochgebunden werden. In einigen Monaten sollte sie dann kleine, herzförmige Früchte haben - ich halte euch auf dem Laufenden.
 
Und das?
 

 
Ja, das passiert, wenn man eine Färbeflotte zu lange stehen lässt :-) Nein, hier sind keine Quallen abgebildet, sondern Schimmel. Im Laufe der Jahre bin ich den unterschiedlichsten Formen und Farben von Schimmel begegnet, aber diese quallenartige Ausprägung ist mir hier zum ersten mal untergekommen. Mit der Flotte (in diesem Fall war es Apfelrinde) wird dann nicht mehr gefärbt, aber es war einfach schön anzusehen.
 
 

Freitag, 20. Mai 2016

Versuch macht kluch :-)

Am Samstag kam, im Rahmen einer Kräuterwanderung, das Gespräch wieder mal auf den Japanischen Staudenknöterich (Fallopia japonica), der ja ein wirklich eine Plage ist. Rezepte wurden ausgetauscht, aber da man zum Essen nur die jungen Triebe verwenden kann, ist die Zeit dafür schon vorbei (zumindest hier im Weinviertel). Aber, dachte ich, ich hab da doch mal wo gelesen, dass sich der Staudenknöterich aufgrund seines Oxalsäuregehalts zum Beizen eignet. Aufgrund des alten Problems (Zeitmangel und etwas zuviele Projekte im Kopf :-)) bin ich noch nicht dazugekommen, es auszuprobieren. Also ran an die Schaufel und Wurzeln (eigentlich sind es Rhizome) ausgraben-

210g Wurzel, grob geschält und gewaschen
 
Färbeflotte, sieht ja schon mal nicht sooo schlecht aus


 
Ergebnis: Oben: Merino Seide, 1. Zug, eine Stunde gefärbt bei 80°C
Die unteren beiden sind ein Wolle/Seide/Ramiegemisch: 2. Zug eine Stunde gefärbt bei 80 ° C,
das Färbegut war nicht gebeizt.

Fazit: ein leuchtendes Orange, wie meine Hoffnung war, konnte (noch) nicht erreicht werden, aber die Pflanze hat Potential. Also ihr Färberinnen, ran an die Wurzel! So können wir einen kleinen Beitrag leisten, der übermässigen Verbreitung der Pflanze entgegenzuwirken.
 
 


Sonntag, 24. April 2016

Färbewochenende in Kronberg

Gestern und heute hat in Kronberg bei Wolkersdorf ein Färbeworkshop mit dem Schwerpunkt auf Rindenfärbungen stattgefunden. Nicht nur, dass es zwei wunderbare Tage mit 3 tollen Frauen waren,
wir haben auch sehr schöne Resultate erzielt. Wir haben mit Apfel- Weide- und Erlenrinde gefärbt:



von links nach rechts: Wollmousseline gebeizt mit Salbei gefärbt, gebeizt mit Apfelrinde gefärbt, Sockenwolle gebeizt mit Salbei, Apfelrinde ungebeizt. Wieder mit dabei: der Fuss :-)

dann ging es weiter mit:

Sockenwolle ungebeizt, gefärbt mit Erlenrinde, die Hälft des Stranges wurde mit Eisenacetat modifiziert und man sieht deutlich den Farbumschlag nach grau. Erlenrinde wurde mit Eichengalläpfeln zum Schwarz, bwz. Graufärben verwendet.


Da wir aber trotz des eher bescheidenen Wetters richtig fleissig waren, gab es dann:

von oben nach unten: Erlenrinde, Erlenrinde Eisenacetat, 2x Weidenrinde-da meinte eine Teilnehmerin, es die Farbe erinnert sie an Kastanienreis, (seitdem hab ich einen beinahe unbändigen Gusto auf Kastanenreis mit Schlagobers und Schokosauce :-)) Apfelrinde (der linke blieb über Nacht im Färbebad und der rechte wurde nach 2 Stunden aus dem Färbebad genommen) und in der ersten Reihe links Salbei mit Eisenacetat modifiziert (leichte Grünfärbung) und der rechte Strang blieb unhandelt. Die mit Salbei gefärbte Wolle war gebeizt, alle anderen waren ungebeizt.

Wir haben auch Stoffe mitgefärbt, und es war deutlich zu erkennen, dass Baumwolle die Farbe trotz Beize eher schlecht bis gar nicht annimmt, und der Wollmousseline sehr schön die Farbe angenommen hat.


 
von oben nach unten: Baumwolle mit Blauholz, rechts aussen: Wollmousseline mit Blauholz, ganz unten: Baumwolle mit Weidenrinde, das Knallgelb ist Wollmousseline mit Apfelrinde, das leicht grünliche Salbei-Eisenacetat Wollmousseline. Die ganz hellen sind Baumwolle mit Salbei. Und dank Monika gibt es dieses Foto :-)
Nochmals vielen herzlichen Dank!
 


 
 
Nächste Gelegenheit für einen Färbekurs:
 
5.5 und 8.5. 2016: Blaufärben in Niedersulz, 2224 Sulz im Weinviertel. Kosten: 65,-- inklusive Material und Skriptum. Schwerpunkt liegt am Färben von tierischen Fasern, zu Vergleichszwecken wird Baumwolle mitgefärbt.
Anmeldung und nähere Informationen gibt es per email unter: missispiandfriends@gmail.com


 
 

 



Donnerstag, 14. April 2016

Work in Progress

Filzen ist ja meine neue Leidenschaft, und es funktioniert jetzt auch schon das Filzen von Hohlkörpern ganz gut:


 

Das sind meine neuen Buchhüllen, jetzt lese ich gleich noch viel lieber :-)
Und eine kleine Färbeaktion gab es auch:

 
 
Ein paar Stränge haben schon den Besitzer gewechselt, aber es wird ja laufend nachgefärbt. Die Birkenblätter sind wahrscheinlich nächste Woche soweit, dass ich mit ihnen färben kann und dann geht es so richtig los. Diesmal habe ich die ersten Probefärbungen von einer Wolle/Ramie Mischung gemacht und zumindest mit Cochenille und Indigo hat es ganz gut geklappt.
 
 

Donnerstag, 24. März 2016

Frühling

ich will endlich Frühling haben! Die Temperaturen sind ja noch nicht so wirklich frühlingshaft (zumindest bei uns im Osten Österreichs) und in 9 Monaten ist schon wieder Weihnachten :-)

Pünktlich zu Ostern haben zumindest mal die ersten Paradeiser gekeimt. Gut so, denn Ende April gibt

 
es wieder den Pflanzenmarkt, bis dahin sollten die Kleinen noch kräftig wachsen. Was dieses Jahr übrig bleibt, wird diversen Gemeinschaftsgärten gespendet.
 
Was ist denn das ?
 
  Soviel sei verraten, es handelt sich nicht um die Brustbeharrung eines Yetis. Nein, ich hab wieder mal was neues angefangen. Circa eine Stunde später sah das Ding dann so aus:
 
 
und nochmals circa 3 Stunden später, weil ich das ganze noch nicht wirklich durchschaut habe, so:
 
 
Eine Sitzunterlage! Naja zumindest für einen Kinderpopo reicht es, für mich ist es noch etwas zu klein. Die Färbetöpfe haben jetzt ein wenig Ruhepause, da filzen momentan viel, viel spannender ist. Da allerdings der Waid schon Blütenknospen ansetzt, sollte ich da dann noch wohl mal wieder blaumachen :-)
 
 

 

 
 
 
 

Mittwoch, 2. März 2016

Zaghaft..

So richtiges Färbewetter ist ja noch nicht - aber ich musste mal anfangen:

Alles mit Krappwurzel gefärbt, der zweite Strang von links ist ein 50% Seide- 50% Wollegemisch, ein Traum - so weich, so richtig zum Reinkuscheln. Der rechte Strang ist in Natura schon oranger, das Foto ist leider nicht optimal, ich muss mich mal um eine neue Kamera kümmern, das wird aber etwas dauern :-( 


Da Frau ja nicht untätig ist, habe ich vergangenes Wochenende einen Workshop zum Thema: "Ein Glück, dass es Pech gibt" besucht, wo es um die Gewinnung von Baumharzen, den Unterschied zwischen Harz und Gummi, sowie um die Verarbeitung von Pech ging. Den Termin hatte ich von:
https://gartenpolylog.org/events. Dort werden einige sehr interessante Sachen angeboten, nicht nur zum Thema Gemeinschaftsgarten. Es gibt auch jeden ersten Mittwoch im Monat ein gemütliches Treffen, wo Ideen, Samen und Pflanzen getauscht werden können.

Ich bin jetzt ja auch Besitzerin eines Spinnrades :-) Bis dort die ersten Erfolge zu verzeichnen sind, wird es aber etwas dauern. Wenn meine Freundin Julia spinnt, dann sieht das immer so einfach aus, aber ich sage euch: ganz so einfach ist die Sache nicht. Bis jetzt habe ich zwar geschafft, dass sich der Kammzug in meinem Schal verfangen hat - und ich mich fast erwürgt hätte, aber Faden ist leider noch keiner entstanden. Aber: wie bei fast allen Dingen: Übung macht (vielleicht) den Meister!
Ich bin jedenfalls schon neugierig, wann ich den ersten, regelmässigen Faden schaffe.